SOME FORGET, WITHOUT SAYING GOODBYE, SOME SAY GOODBYE WITHOUT FORGETTING


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Abtreibung

manchmal hab ich angst vor mir selber. ich hab es gespürt wie ein kleiner wütender aber auch unglaublich süßer Zwerg der mir auf den schultern sitzt und mir immer wieder stumm ins ohr geschrien hat "warum"

ich bin eine hülle

in mir drinnen der ganze schmerz das ganze leid all diese toten Hoffnungen und Sehnsüchte, alles in mir drinnen und es wird immer schwerer, macht mich kleiner, macht es mir beinahe unmöglich die schützende und gleichzeitig alles erschwerende hülle aufrecht zu erhalten, die lachende Maske nicht zu verlieren.

 

ich werde neue Leute kennenlernen, beinahe jeden tag, keiner wird es wissen

 

ich bin allein

allein mit einem toten Baby, mit meinem toten Baby. ich weiß ich habe so oft gesagt ich bereue nichts und ich weiß das ich keinen Fehler gemacht habe, aber zur hölle wenn ich es rückgängig machen könnte, ich würde sofort, ich will mir über den Bauch fahren und wissen dadrinnen ist leben, dadrinnen passiert etwas unglaubliches. ich hätte es schaffen können, es wäre schwer aber ich hätte es geschafft, ich hätte einen Grund gehabt zu leben, etwas das mich glücklich macht, vielleicht manchmal traurig, aber sicherlich meistens glücklich, den ein kinderlächeln macht glücklich ! und jetzt, jetzt wo ich es verloren habe gibt es nichts mehr

was hält mich noch auf dieser erde? es wird nur jeden tag immer schwerer und schwerer, ich habe schon so lange nicht mehr echt gelacht.

22.3.15 20:02


Der Anfang

Jung sein, das ist etwas was die meisten Menschen dieser Welt verdrängt haben, obwohl sie danach streben so zu sein wie sie früher einmal waren. Ich bin jetzt 18 Jahre alt und habe mich entschieden meine Geschichte aufzuschreiben, weil sie mich anfangs so schrecklich alt gemacht hat, und mir am Ende doch wieder ermöglicht hat ein bisschen jung zu sein. Wenn man sich jugendliche ansieht, dann haben sie Spass daran sich kaputt zu machen, wenigstens ein kleines bisschen, es wird getrunken und geraucht und auch andere Dinge und Nächte durchgemacht und das ist gerade deswegen wichtig, weil es dabei hilft aus einem Kind einen Erwachsenen zu machen.
Um nachvollziehen zu können, wie das alles seinen Lauf genommen hat, das erwachsen werden, Erfahrungen sammeln und das Leben im allgemeinen, will ich ganz am Anfang anfangen. Nicht ganz ganz am Anfang, aber so etwa als ich in der sechsten Klasse auf dem Gymnasium war.
Ich ging auf ein musisches Gymnasium, weil ich schon Klavier spiele seit ich fünf Jahre alt bin, und weil meine Schwester dort auch hinging. Die Klassen waren anfangs wahnsinnig groß, 34 Kinder, und ich kannte niemanden. Das Gebäude war auch nicht gerade einladend. Zumindest nicht von innen, die Wände waren in einem matten Spinatgrün vermischt mit der Farbe von Pfefferminzzahncreme und der Boden genauso. Die Klassenzimmer waren weiß gestrichen, mit dunklen schweren Vorhängen. Ebenfalls grün. Als ich die Schule das erste Mal betrat, hatte ich riesige Angst. Ich wusste, Kontakte zu knüpfen fiel mir schwer, und da waren so viele unbekannte Menschen in einem Raum mit mir und es wurde erwartet, dass man sich vorstellte, sprach, sich mit Leuten anfreundete und am Unterricht beteiligte. Und so komme ich an den Anfang meiner Geschichte.
Die erste person die ich richtig kennenlernte wurde damals meine beste Freundin. Sie hieß Hanni, hatte rote Haare und fürchterlich viele Sommersprossen und Wimpern. Bis auf die Haare sahen wir uns tatsächlich ein bisschen ähnlich, und je fester unsere Freundschaft wurde, desto öfter wurden wir gefragt ob wir Geschwister seien. Ich war damals ein für mein Alter sehr kleines, sehr blondes und sehr stilles Mädchen, aber was Hanni anging, war ich mir von der ersten Sekunde an sicher, dass wir beide Freunde werden mussten. Also hat unsere Freundschaft mit dem klischeebehafteten Satz „willst du mit mir gehen?“ angefangen. Und in meinem zarten Alter von 10 Jahren meinte ich damit nicht, ob sie eine Beziehung mit mir eingehen will. Ich bat sie darum bei einem Schulausflug neben mir zu laufen. Ich bin also direkt zu diesem wildfremden Mädchen in den aufregenden Klamotten hingegangen und habe sie gefragt ob sie mit mir gehen will. Wir sind zusammen gegangen und wir haben uns prächtig verstanden. Sie trug ein grünes, weit ausgeschnittenes Top und hatte ein bisschen Wimperntusche aufgelegt. Ich war sehr schüchtern und hatte meine gesamte Grundschul- und Kindergartenzeit mit Jungs verbracht, mit Mädchen konnte ich nicht viel anfangen, weil ich viel lieber rannte und raufte. Ich wusste also auch nicht so richtig, warum dieses Mädchen, das gerade auf den ersten Blick unglaublich mädchenhaft rüberkam, in mir eine so große Faszination und Anziehung auslöste. Nach diesem ersten Wandertag wusste ich aber, dass es die richtige Entscheidung war. Mit ihr konnte ich alleine sein ohne dass eine peinliche Stille entstand und mit ihr konnte ich auch in größeren Gruppen mutig sein. Jetzt im Nachhinein betrachtet, weiß ich, dass wir uns gegenseitig wahnsinnig viel geschenkt haben. Ich habe ihr meine Musik nahegelegt, hab mit ihr „die Ärzte“ CDs rauf und runtergehört (die Ärzte waren damals waaahnsinnig cool), wir haben tenacious D bei jeder gemeinsamen S-Bahn Fahrt laut gesungen und es war uns egal was die Leute dachten. Ich habe ihr meine Kleidung geliehen und mit ihr abertausende Bilder gemalt und gezeichnet.
So viele meiner Freunde haben damals gesagt, Hanni würde mir alles nachmachen und unsere Freundschaft sei nicht besonders ausgeglichen und sie würde mich nur nachahmen, niemand mochte sie so wirklich, aber ehrlich gesagt, ich habe als Kind gelernt, dass man keine Vorurteile haben soll, und ich hatte keine, und sie war die beste freundin die ich je hatte, und ich habe vieles von ihr gelernt.
Sie redete ständig von Jungs, wirklich ständig! Sie hatte bestimmt schon eine Millionen feste Freunde, und die meiste Zeit haben wir Liebesbriefe an irgendwelche Jungs aus der Schule geschrieben. Ich hab mich gar nicht so für Jungs interessiert, also klar, Jungs waren nett und alles und auch meistens lustiger als Mädchen, aber Dinge wie küssen lagen mir sehr sehr fern. Um mithalten zu können, habe ich aber trotzdem entschieden mich zu verlieben, das schien ja schließlich sehr im Trend zu sein. Der Junge hieß Jannik, ging in meine Klasse und hatte bunte haare, so wie ich. Manche Leute haben tatsächlich gesagt wir würden uns ähnlich sehen und ich hab das damals tatsächlich als Kompliment genommen. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen eine Verbindung herzustellen, hat Hanni kurzerhand mein Handy genommen und ihm eine SMS geschrieben ob wir zusammen ins Kino gehen wollen. Sowas hat sie ständig gemacht und das war gut so, weil sonst hätte ich nie irgendwas zustande gebracht. Die Verabredung stand und wir wollten uns kung fu panda ansehen. Weil ich ein Schisser war, musste Hanni mitfahren zum Kino und mit mir warten bis er auftaucht. Das war auch gut so, weil er nämlich nie aufgetaucht ist.
Es wäre falsch zu sagen, dass in dem Moment mein Herz angefangen hat sich zu verschließen und zu zerbrechen, weil jeder Mensch sowas wohl mal durchmacht. Aber das Gefühl, dort zu stehen, vorm Kino, und zu warten, und nervös zu sein, und nichts kommt, kein Anruf, keine SMS, keine Entschuldigung, das war für meine kleine Seele ein harter Schlag, und noch heute habe ich vor Jannik einen gesunden aber auch unerklärlichen Respekt und fühle mich immer klein, unerfahren, dumm und ein bisschen wertlos wenn er anwesend ist.
Ich hab ihm das dann ziemlich übel genommen und beschlossen nicht mehr verliebt in ihn zu sein. Das war nicht schwer, weil ich mich ja eigentlich eher anstrengen musste das verliebtsein zu spüren. Ein paar Monate später, hat sich dann aber tatsächlich ein kleines Kribbeln in meinen Bauch geschlichen. Janniks bester Freund, der Lion, hatte mir eine SMS geschrieben und wir hatten daraufhin eine äußerst flirty Konversation:
-ICH: „Hallo“
-ER: „Hallo Nadine, Der Jannik will die Louisa mit jemand anderem verkuppeln“
-ICH: „Ich weiß, wieso will der das?“
-ER: „Um von sich abzulenken“
-ICH: „Achso…Dabei findet er sie doch toll“
-ER: „Hat er des gesagt?“
-ICH: „Nein, aber wen soll er denn sonst toll finden?“
-ER: „Eventuell die Nadine…“
Dann erklärte ich ihm, warum der Jannik mich auf keinen Fall toll finden könne, schließlich hat er mich ja versetzt, und das, selbst wenn er mich toll finden würde, dass keine Rolle spiele, weil ich ihn hasse.
-ER: „Frage, auf wen aus der Klasse stehst du zurzeit?“
-ICH: „Weiß nicht.. du noch auf Hanni, oder?“
-ER: „Ne, schon die ganze Zeit nicht mehr, jetzt sag, auf wen!“
-ICH: „Ich weiß es wirklich nicht! Auf wen stehst du?“
-ER: „Weiß ich auch nicht.“
-ICH: „Jaja, des sagen sie alle“
-ER: „Stimmt, du auch!“
-ICH: „Ja, aber nur weil ich so sauer bin“
-ER: „Auf den Jannik?“
-Ich: „Ja.“
-ER: „Aber dann kannst du mir doch trotzdem sagen auf wen du stehst“
-ICH: „Wenn ich mir aber doch nicht sicher bin! Wieso willst du das wissen?“
-ER: „Einfach nur so“
-ICH: „Dann will ich jetzt auch wissen auf wen du stehst!“
-ER: „Eventuell auf meine Oma“
So lief also flirten in der sechsten Klasse ab.
Am Ende habe ich entschieden in ihn verliebt zu sein, und er hat sich auch gleich von Anfang an viel besser angestellt als der Jannik. Er wollte zwar mit mir nicht den Film ansehen den ich gerne sehen wollte, sondern Mission Impossible, den mir aber meine Eltern verboten hatten. Trotzdem hatten wir einen schönen Abend im Kino und von dem Film, sieben leben, hab ich beinahe nichts mitbekommen. Ich hab die ganzen 1,5 stunden seine Hand angestarrt die unruhig neben meiner lag, und als er sie endlich auf meine legte, klopfte mir das Herz bis zum Hals. Seine Hand war total schwitzig, und so richtig gemütlich war es nicht, aber es war mein erster zärtlicher Körperkontakt mit dem anderen Geschlecht und wahnsinnig aufregend. Ich hab dann auch zum ersten Mal die „mir ist kalt“ Masche ausprobiert, und der kleine 11 jährige Lion hat mir den Arm um die Schultern gelegt und mich vollkommen betört.
Als ich zu Hause war, habe ich erstmal 3 Tage lang meinen Magen entleert, sogar der Notarzt musste kommen, weil ich mir so die Seele aus dem Leib gekotzt habe.
Nach ein paar Tagen konnte ich aber wieder in die Schule gehen und war mächtig nervös und habe den Lion erstmal ignoriert. Aber wie schon gesagt, sein bester Freund war der Jannik, und der hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und kam zu mir, den Lion im Schlepptau, und fragte „und, wie lange seit ihr jetzt schon zusammen?“
Und so wurde der Lion mein erster Freund. Wir hatten aufregende zwei Wochen zusammen, aber nachdem er mir am Valentinstag Gummibärchen mit Pfeffergeschmack geschenkt hatte, habe ich beschlossen mich erstmal zu trennen.
22.3.15 19:01


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